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Donnerstag, 1. Mai 2008

GDV stellt neuen Spatial Commander vor

Die GDV Gesellschaft für geografische Datenverarbeitung mbH wird am 13./14. Mai eine neue Version des bewährten Spatial Commanders vorstellen. Dies ist ein JAVA- Rich Client zum Visualisieren, Analysieren und Editieren, natürlich auch direkt in Oracle Spatial. Mir gefallen an diesem Spatial-Tool vor allem:

- übersichtlich angeordnete Toolbars und Menüs
- wichtigste Editierfunktionen sind vorhanden
- Datenladen aus Dateien in Oracle Spatial
- Darstellung der Sachdaten auf 'Clickable Elements'
- Interaktion zwischen Sachdaten und Geometrien .

Und dies alles zum Nulltarif: Zum Kennenlernen akzeptabel, in einer Industrieanwendung ist der Support des Produktes notwendig und wird von der GDV angeboten.

Wenn man eine gute Datendrehscheibe zum Down- u. Upload der CAD- oder GIS-Formate (Konverter- oder GIS- basiert) hat, könnten die Daten mit dem Spatial Editor sehr einfach und übersichtlich bearbeitet werden.

Die GDV hat für die neue Version u.a. folgende Features angekündigt:

- neuer Updatemechanismus
- überarbeitete Benutzeroberfläche
- erweiterter Assistent zur Geoverarbeitung
- Geschwindigkeits- optimierte Verschneidungsfunktion
- zusätzliche Möglichkeiten von WMS- Diensten nutzbar
- Bildung von Pufferzonen.

Editoren direkt für Oracle Spatial und unabhängig von den großen GIS- Herstellern sind nunmal sehr rar !

Ich bin sehr gespannt auf die neue Version des Spatial Commanders !

Friedhold

Sonntag, 1. Juni 2008

Alternative Bestimmung der MBR's in Oracle Spatial

Zur vollständigen Qualifizierung der Metadaten in Oracle Spatial benötigt man das Minimal Bounding Rectangle, MBR, dessen Seiten parallel zu den Achsen des Koordinatensystems verlaufen. Hiefür gibt es die speziellen Funktionen sdo_min_mbr_ordinate u. sdo_max_mbr_ordinate in Oracle Spatial.

Unlängst bin ich beim Versuch der Bestimmung des MBR's in folgenden Fehler gelaufen (11g DB):


SQL> select MIN(sdo_geom.sdo_min_mbr_ordinate(geometry, 1)) minX,
2 MAX(sdo_geom.sdo_max_mbr_ordinate(geometry, 1)) maxX,
3 MIN(sdo_geom.sdo_min_mbr_ordinate(geometry, 2)) minY,
4 MAX(sdo_geom.sdo_max_mbr_ordinate(geometry, 2)) maxY
5 from ROADS;
MAX(sdo_geom.sdo_max_mbr_ordinate(geometry, 2)) maxY
*
FEHLER in Zeile 4:
ORA-06533: Index oberhalb der Grenze
ORA-06512: in "MDSYS.SDO_GEOM", Zeile 2095
ORA-06512: in "MDSYS.SDO_GEOM", Zeile 2113
.

In diesem Fall sollte man eine alternative MBR-Bestimmung anwenden:

SQL> select min(t.x),max(t.x),
2 min(t.y),max(t.y)
3 from roads g, table(sdo_util.getvertices(g.geometry)) t;

MIN(T.X) MAX(T.X) MIN(T.Y) MAX(T.Y)
---------- ---------- ---------- ----------
11,5615495 14,756139 51,3734974 53,4149581
.

Friedhold

Sonntag, 17. August 2008

OpenStreetMap-FOI und Oracle Maps Mashup mit externem Custom Map Tile Layer (5)

In dem Blog "OpenLayers mit Google Maps, Yahoo! Maps und OpenStreetMap" hatte ich bereits eine OpenStreetMap (OSM) gerenderte Karte vorgestellt.

OpenStreetMap - Daten sind nach der CC-BY-SA - Lizenz frei verfügbar. Es kann bei der Datenerfassung jeder mitmachen und innerhalb weniger Stunden wird eine neu erfasste Strasse, ein Fahrradweg oder eine gute Kanustrecke in der Karte dargestellt.

OpenStreetMap-Gründer Steve Coast hierzu:

"Jeder kann die Daten benutzen, die in OpenStreetMap gesammelt werden", erklärt er. "Vereine, Firmen, Kartographen, Programmierer - alle können unsere Daten benutzen, wie sie wollen, ohne dafür zu zahlen."

Die freie Verfügbarkeit der Daten setzt ein enormes, kreatives Potenzial frei: Es wird die Entwicklung neuer Software vorangetrieben und es werden Geodaten erfasst, die von Vermessungsautos nicht befahren werden können!

Empfehlen kann ich hierfür das Buch "OpenStreetMap - Die freie Weltkarte nutzen und mitgestalten" der Authoren Frederik Ramm und Jochen Topf, das dankenderweise beim Lehmanns Media Fachbuchverlag erschienen ist.

In dem nun hier vorgestelltem Mashup habe ich zunächst die OpenStreetMap Strassen-Daten von Berlin in Oracle Spatial 11g, SRID 8307, geladen.

Möchte man diese Daten in der fertig gerenderten Karte des Oracle Demos (Teil 1-4 dieser Serie) darstellen, so muß berücksichtigen werden, dass diese externe Karte im World Mercator 54004 vorliegt: Also brauchen wir die OSM- Daten auch in der 54004 Projektion. Voraussetzung ist natürlich die Definition der 54004 Projektion in Oracle Spatial!

Wir bilden also einen FOI-Layer aus den in 54004 transformierten OSM - Daten und legen diesen auf die von Oracle/NAVTEQ gerenderte, externe Base Map. Hierfür habe ich im Demo einen Theme-Filter auf nur einige wenige Strassen definiert.



Unser Mashup aus der Oracle/NAVTEQ StreetMap und den OSM- Berlin Strassen - Daten sieht nun so aus:


Dargestellt in einer anderen Zoomstufe:


Wir können somit topologische Abfrageergebnisse aus Oracle Spatial OSM-Daten als FOI - Layer auf der externen Base Map in Oracle Maps darstellen.

Viel Spaß dabei,
Friedhold

Mittwoch, 30. Juli 2008

Oracle Maps Mashup mit externem Custom Map Tile Layer (2)

Mit der neuen Möglichkeit, in Oracle Maps externe Layers fremder Web Tile Renderer Server zu integrieren, können Mashups aus diesen Basis - Layern und eigenen Anwendungs - Daten (Features of Interest Layer) erstellt werden. Hier ein Beispiel einer Google TileMapUrl.
Sowohl Google Maps, OpenLayers als auch Virtual Earth bieten recht transparent die Möglichkeit, selbst erstellte Map Tiles gerenderter Karten darzustellen. Als Map Projektion hat sich hierfür die Sperical Mercator Projektion von Google Maps und Virtual Earth, auch Web Mercator Projektion genannt, durchgesetzt, d.h. es erfolgen in den Map Clients die sogenannten Forward und Inverse Transformations . Schliesslich ist auch diese Sperical Mercator Projektion von der OSGEO wie folgt aufgenommen worden:

Proj4js.defs["EPSG:900913"] = "+proj=merc +a=6378137 +b=6378137 +lat_ts=0.0 +lon_0=0.0 +x_0=0.0 +y_0=0 +k=1.0 +units=m +nadgrids=@null +no_defs";

Proj4js.defs["GOOGLE"]="+proj=merc +a=6378137 +b=6378137 +lat_ts=0.0 +lon_0=0.0 +x_0=0.0 +y_0=0 +k=1.0 +units=m +nadgrids=@null +no_defs";

Im Oracle Spatial Forum wurde nun auch auf die Notwendigkeit dieser Projektion reagiert, wobei der Vorschlag, diesen Mercator Web Mercator : EPSG:3785 zu benennen, aufgenommen wurde und im Release 11.2 bzw. in diversen Patches breitgestellt wird.

Derzeit können wir nur den ESRI World Mercator 54004 anwenden, der auch im nachfolgenden Demo auf der Basis der Map Tiles des Oracle Online GeoCoding Demos, eingesetzt wird:



Die Definition der Map Projektion und der Scale Ranges sehen wie folgt aus:



Wichtig ist noch die getMapTileUrl - Function:
 
function getMapTileURL(minx, miny, width, height, level)
{
var x = (minx-mapConfig.coordSys.minX)/mapConfig.zoomLevels[level].tileWidth ;
var y = (miny-mapConfig.coordSys.minY)/mapConfig.zoomLevels[level].tileHeight ;
return baseURL+"mcserver?request=gettile&format=" + mapConfig.format + "&zoomlevel="+level+"&mapcache=ELOCATION_MERCATOR.WORLD_MAP&mx=" + Math.round(x) + "&my=" + Math.round(y) ;
}

Hier noch ein Beipiel einer MapTileUrl obigen Oracle Maps Demos.

Grüße,
Friedhold

Donnerstag, 4. September 2008

OpenStreetMap - FOI, Virtual Earth und Oracle Maps Mashup (7)

Im letzten Teil (6) hatte ich das Virtual Earth / Oracle Maps Mashup vorgestellt. Um Spatial - Daten als Features of Interest Layer (FOI) auf der extern (remote) gerenderten Customer Tile Map darzustellen, müssen wir die verwendeten OpenStreetMap Daten in den Spherical Mercator, sozusagen Map-konform, umrechnen (analog zum Teil (5) ).

Dann können wir diesen FOI- Layer aktivieren:



und erhalten schliesslich das OpenStreetMap / Virtual Earth / Oracle Maps Mashup:



Friedhold

Donnerstag, 1. Mai 2008

Alles neu macht der Mai : Die 11g' s !

Nach der Installation der 11g Datenbank stellte ich fest, dass u.a. folgende Schemen hinzugekommen sind:

- APEX : APEX_PUBLIC_USER, FLOWS_FILES u. FLOWS_030000

- Oracle Spatial: MDDATA, SPATIAL_CSW_ADMIN_USR, SPATIAL_WFS_ADMIN_USR .

Hier hat sich so Einiges getan und wir dürfen auf die weitere Entwicklung ruhig gespannt sein !

Wenn sich nun die Oracle 11g DB so munter neben der 10g DB tummelt, liegt es doch nahe, auch den neuesten Oracle MapViewer 11g Preview 2 zu installieren. Dieser läuft auf dem OC4J 11g Preview, hierfür gibt es noch keinen EM, d.h. das mapviewer.ear muss mit dem admin_client deployed werden.
Vorsichtshalber habe ich den OC4J 11g auf den Port 9998 gelegt, da der OC4J 10g auf dem Port 9999 läuft.

Die Installation des MapViewer verlief problemlos, einschliesslich der Neuinstallation des MVDEMO's :



Die Anzahl der Oracle Maps Demos ist auf 58 erweitert worden:



Sehr erfreulich ist auch die Erneuerung des Tiles-Managements, hier gibt es eine eigene Administrationsseite mit Vorschau der Tiled Maps:



Nun fehlt nur noch Forms 11g !

Grüße,
Friedhold

Sonntag, 27. April 2008

PL/SQL und JavaScript als Sprachbasis für RIA's in den Deutschen Oracle Communities

Rich Internet Applications (RIA) Funktionalität wird mit JavaScript und AJAX erreicht; ob nun serverbasiert mit PHP, Ruby, Forms oder JSF.

Da liegt es doch nahe, dass man als Oracle Entwickler Altbewährtes anwendet: PL/SQL, JavaScript und XHTML.

Dank also an die drei Deutschen Oracle Communities Oracle Forms, Oracle APEX und Oracle Spatial/Maps : Die gemeinsame Sprachbasis ist PL/SQL und JavaScript ;-) !

Mit APEX und Oracle Maps wurde bereits die Interaktion in eindrucksvollen Demos praktiziert, mit der in Forms 11g enthaltenen JavaScript Unterstützung sollten dann auch Interaktionen von Forms mit Oracle Maps und APEX möglich sein.

Grüße,
Friedhold

Montag, 13. Juni 2011

GeoRaptor 3.0 für SQL Developer 2.1 u. 3.0

Simon Greener hat im Oracle Spatial Forum die Freigabe des GeoRaptor 3.0 für den SQL Developer 2.1 und 3.0 bekannt gegeben.


Dies ist ein Super - Beispiel, wie ein kommerzielles Produkt durch freie Mitarbeit um sinnvolle Funktionen erweitert werden kann!

Mit besten Wünschen,
Friedhold

Dienstag, 2. September 2008

Virtual Earth und Oracle Maps Mashup mit externem Custom Map Tile Layer (6)

Nun haben wir uns so langsam dem Spherical Mercator genähert und möchten in Oracle Maps als externe Customer Base Map die Virtual Earth Map von Microsoft darstellen. Im Teil 3 dieser Serie hatte ich bereits auf die Notwendigkeit der Anwendung des Google/Vitual Earth Spherical Mercators hingewiesen! Würde man als Map- Projektion den World Mercator 54004 verwenden, :


var mapConfig=
{
"mapTileLayer":"GX_MERCATOR",
"format":"PNG",
"coordSys":
{
"srid":54004,
"type":"PROJECTED",
"distConvFactor":1.0,
"minX":-2.0037508E7,"minY":-2.0037508E7,
"maxX":2.0037508E7,"maxY":2.0037508E7
},

so wären die Demo- Daten leider nicht Karten - konform:



Mit dem derzeit bekanntem (Im Oracle Forum ist der Spherical Mercator als SRID- Update bereits zugesagt worden!) und im Oracle Spatial Forum veröffentlichtem SRID:


var mapConfig=
{
...
{
"srid:1000002,
...
},

sieht das Mashup aus der Virtual Earth Customer Base Map und dem Oracle Maps Demo - FOI - Layer dann so aus:



Microsoft verwendet zum schnellen Zugriff auf die Virtual Earth - Tiles sogenannte Quad-Keys :

function getVETileQuadKey(tileX, tileY, level)
{
var quadKey = "";
for (var i = level; i > 0; i--)
{
var digit = 0;
var mask = 1 << (i - 1);
if ((tileX & mask) != 0)
{
digit++;
}
if ((tileY & mask) != 0)
{
digit++;
digit++;
}
quadKey += digit;
}
return quadKey;
}

Mit dem Spherical Mercator eröffnen sich neue Mashup - Möglichkeiten !!

Grüße,
Friedhold

Donnerstag, 4. September 2008

Google Maps und Oracle Maps Mashup mit externem Custom Map Tile Layer (8)

Im letzten Teil dieser Serie zu 'Oracle Maps Mashups mit externen Customer Map Tile Layern' möchte ich schliesslich die Lösung mit Google Maps Tiles vorstellen. Die Parameterdefinition zur Kartenprojektion ist wie beim Virtual Earth Demo vorzunehmen.

Die Google Tiles Url hatte ich bereits im Blog "Google Maps Tile - URL mit PL/SQL bilden" vorgestellt, so dass eigentlich nur die 'getTileURL' - Funktion angepasst werden muss:



Letzendlich erhalten wir das Google Maps / Oracle Maps Mashup:



Natürlich lassen sich auch auf der Google Maps - Base Map statische und dynamische Features of Interest Layers (FOIs) darstellen, insbesondere auf der Basis von topologischen Abfragen direkt aus Oracle Spatial.

Grüße,
Friedhold